Grace Kelly

Schweißdrüsenentfernung

Neuartige Schweißdrüsenkanüle verbessert das Ergebnis

Übermäßige Schweißbildung (Hyperhidrose)

Achselschweiß kann zum großen Problem werden, wenn eine unangenehme Geruchsentwicklung vorliegt und/oder hässliche Flecken in der Kleidung entstehen: Eine beidseitige Schweißdrüsenentfernung in den Achselhöhlen kann dieses Problem beseitigen.

Welche Methode ist die beste?

Mann kann zwischen "offener" und "geschlossener" Methode unterscheiden.

Eine vollständige Entfernung der Drüsen gelingt am ehesten durch eine offene Operation, wobei die Schweißdrüsen unter Sicht einzeln entfernt werden können. Hierfür muss jedoch eine ca. 3-4 cm lange Narbe in Kauf genommen werden. Im Problemfall kann die gesamte Schweißdrüsen- tragende Haut in den Achseln entfernt werden, die entstandenen offen Wunden müssen dann über Wochen (sehr unangenehm) mit teilweise problematischer Narbenbildung abheilen.

Eine neuere Methode ist das "Absaugen" der Schweißdrüsen, hier werden mit einer scharfen Kanüle durch einen punktförmigen Zugang die Schweißdrüsen herausgelöst und abgesaugt. Diese Verfahren ist mit einer höheren Rezidivrate belastet (20%). Dies liegt an der fehlenden Übersicht des Operateurs wie auch an den im Handel befindlichen z.T. unwirksamen Kanülenspitzen , welche häufig der Anatomie der Schweißdrüsen nicht gerecht werden. Sie arbeiten nach dem Prinzip des "Abschabens", wo mit einer scharfen, parallel zur Haut geführten Schneidfläche die Schweißdrüsen entfernt werden sollen. Diese sind jedoch direkt unter der Haut durch eine feste Faszie geschützt.

Durch eine von Dr. Klinzing entwickelte Kanüle wird diese Faszie nur geritzt und nicht wie bei den herkömmlichen Kanülen breitbasig zerstört einschließlich der feinen Blutgefäße mit dem Risiko der Hautnekrose. Die lose im Verband vorliegenden Schweißdrüsen können dann problemlos abgesaugt werden.

Die Rezidivrate ist deutlich geringer (<10%) aufgrund der gezielteren Vorgehensweise und geringeren Gewebeverletzung der Methode.